Hochzeitsjubilaeum: Petersilien-Hochzeit


petersilienhochzeit ist nickelhochzeitDie Petersilienhochzeit oder Nickelhochzeit wird je nach Gegend nach 12 oder exakt nach 12 1/2 Jahren Ehe gefeiert. Meist entsteht die Feier an diesem Hochzeitstag als Überraschung durch die Gäste der Hochzeitsfeier. Zur Petersilienhochzeit bringen alle Besucher einen Petersilienstrauch mit, der die nötige Würze für die Ehe symbolisieren soll. Auch an diesem Tag werden die Eheleute daran erinnert, dass ihre Ehe keine Selbstverständlichkeit ist und so immer wieder ungeteilte Aufmerksamkeit benötigt.

Blumen sind natürlich auch immer ein willkommenes Geschenk für den Hochzeitstag, diesmal mit viel Grün dabei, oder Rosen, deren Blüten eine blassgrüne Farbe haben.

Alle Gäste tragen Festkleidung, kein Herr ohne Anzug mit Krawatte etc., jeder hat ein Petersilienzweiglein im Knopfloch und ausserdem bindet man eine frischen Petersilien-Kranz für die Braut (sehr hübsch mit ein wenig Schleierkraut oder Margeriten - je nach Jahreszeit). Die Speisen sollten immer den Geschmack des Paares treffen, Petersilie zumindest zur Dekoration ist bei jedem Gang Pflicht.

Als Brauch gilt: Wenn das Jubiläumspaar ein Bund Petersilie im Haus hat, zahlen die Gäste alles.

Wer zur Petersilien-Hochzeit noch ein Gedicht benötigt, der sei an Achim von Arnim erinnert:

Gedicht zur Petersilien-Hochzeit


"Was hab ich meinem Schätzlein zu Leide gethan?
Es geht wohl bey mir her, und sieht mich nicht an;
Es schlägt seine Augen wohl unter sich,
Und sieht einen andern Schatz wohl lieber als mich.

Petersilie, das edle grüne Kraut!
Was hab ich meinem Schätzelein so vieles vertraut;
Vieles Vertrauen thut selten gut,
So wünsch ich meinem Schätzelein alles Guts.

Alles Guts und noch vielmehr,
Ach wenn ich nur ein Stündelein bei meinem Schätzgen wär;
Ein Viertelstündchen zwey und drey,
Damit ich mit meinem Schatz zufrieden sey."

Hochzeitsbrauch "Maistrich"

Der "Maistrich" ist ein Hochzeitsbrauch, der von den Freunden zweier Verliebten begangen wird. Der Mai-Strich wird in der Nacht zum 1. Mai von Freunden mit Kreide gezogen und zwar der gesamte Weg zwischen den jeweiligen Wohnungen. Wird vorrangig bei Paaren gemacht, die noch nicht öffentlich bzw. noch nicht sehr lange als Paar gelten.

Als "Häckselstreuen" ist das auch vielerorts bekannt. Allerdings wird der Häcksel nicht direkt zwischen Braut und Bräutigam gestreut, sondern ein Umweg gemacht zu den ganzen Verflossenen. An jeder Station wird so lange gestreut, bis die Streuende eine Auslöse aus Bier und Schnaps erhalten haben.

Goldene Geschenk-Ideen zur Goldenen Hochzeit

Hier sind einige Ideen, die Feier zur Goldenen Hochzeit für die Jubilare noch ein wenig goldener zu machen:

  • Machen Sie eine Diashow mit den Ausgaben der Tageszeitung aus jedem einzelnen Jahr der Ehe und erzählen Sie (mit verteilten Rollen) Geschichten aus dem Eheleben des Paares. Während im Hintergrund die Slides auf dem Beamer durchlaufen, wird im Vordergrund erzählt. Beschränken Sie sich auf wenige interessanten Geschichten

  • Laden Sie Menschen ein, die dem Jubiläumspaar im Laufe der letzten 50 Jahre begegnet sind (Klassenkameraden, Arbeitskollegen, Freunde etc.). Lassen sie diese eine Geschichte von den beiden erzählen.

  • 50 goldene Luftballons schweben im Festsaal. In jedem ist ein Foto, eine Geschichte - oder vielleicht ein kleines Geschenk?

  • Nach 50 Jahren Ehe ist das Jubelpaar noch immer ein Herz und eine Seele? Prima, dann statten Sie die beiden doch mit einer Neuauflage der Aussteuer von damals aus: Ein Handtuch-Set für beide, auf dem jeweils der Name des Partners eingestickt ist. Auch T-Shirts, Bettwäsche oder Platzdeckchen, die Sie mit den Fotos von Braut und Bräutigam bedrucken lassen. So haben beide den geliebten Partner immer direkt vor Augen.

  • Stellen Sie einen großen Baum aus Pappe auf, an den jeder Gast der Feier ein Foto von sich klebt. Los geht es natürlich mit dem Goldpaar, danach folgen die Eltern, Geschwister, Kinder, Enkel, Verwandte, Freunde und Bekannte. Digitalkamera, PC und Drucker machen das Foto-Schießen und -Ausdrucken einfach. So entsteht während der Feier ein ganzer Hochzeitsstammbaum.

  • Mit einem Video-Terminal lässt sich vollautomatisch ein Jubeltag-Video produzieren: Ausleihen und aufstellen. Jeder Gast spricht seine Glückwünsche auf und wird dabei auch automatisch gefilmt. Wer will kann sich sol ein System auch selber machen: Notebook und Webcam sowie Mikrofon genügen.

Hochzeitsbrauch in Indien

In Indien wird die Hochzeit meist von den Elternpaaren der Eheleute ausgemacht - die Hochzeit ist somit in der Regel keine Liebesheirat. Eine hinduistische Hochzeit erstreckt sich traditionell über vier Tage, angefüllt mit Ritualen die die Verbindung zwischen Braut und Bräutigam sowie deren Familien festigen. Die eigentliche Trauung findet erst am dritten Tag statt. Ein Priester eröffnet die Zeremonie mit Gebeten und Sanskrit.

Braut und Bräutigam, beide mit Blumengirlanden geschmückt, sitzen vor einem Feuer und bringen diesem verschiedene Opfergaben dar. Dann umrunden beide viermal das heilige Feuer, wobei sie jedes Mal einen Stein berühren. Dieser symbolisiert zukünftige Hindernisse in ihrem Leben, die sie gemeinsam bewältigen werden. Bevor sie noch einmal sieben Schritte um das Feuer machen, bei denen sie um Gesundheit, Fruchtbarkeit und Wohlstand für ihre Ehe bitten, legt der Bräutigam seiner zukünftigen Ehefrau ein Baumwollband mit verschiedenen Anhängern um den Hals.

Das Verknoten dieses Bandes ist der Höhepunkt der Zeremonie. Schließlich markiert der Bräutigam mit rotem Pulver einen Punkt (Bindi) über der Nasenwurzel der Braut, der ihr das "dritte Auge" öffnet.

Hochzeitsbrauch in Sri Lanka

Die Ureinwohner Sri Lankas, die Weddah, leben schon seit Tausenden von Jahren auf der Insel. Da sie als gute Jäger bekannt waren, holten singhalesischen Könige früher oft Stammeshäuptlinge als Jäger an ihren Hof. Nicht nur deshalb ist dieses Volk sowohl bei den Singhalesen als auch bei den Tamilen hoch angesehen und ihre alten Rituale und Bräuche sind erhalten geblieben.

Ein heiratswilliger junger Weddah muss bei dem Vater der Braut um ihre Hand anhalten. Er bringt dazu Geschenke, wie Honig, Betelblätter, Kokosnüsse, Reis und Fleisch. Geheiratet wird nur innerhalb eines Clans, der der Hochzeit zustimmen muss.

Wenn die Braut einwilligt, bindet sie zur Besiegelung des Bundes dem Bräutigam ein Band, das aus der Rinde der Niyande gemacht wurde, um die Hüften. Dieser Hochzeitsknoten wird von Zeit zu Zeit erneuert. Als Mitgift bringt die Braut nützliche Dinge, wie Jagdhunde, eine Axt oder Töpfe mit in die Ehe.

Geschenke für Hochzeit und andere Feste

Hochzeitsgeschenke von Swarowski