Hochzeits-Braeuche
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Hochzeitsbrauch in Indien

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In Indien wird die Hochzeit meist von den Elternpaaren der Eheleute ausgemacht - die Hochzeit ist somit in der Regel keine Liebesheirat. Eine hinduistische Hochzeit erstreckt sich traditionell über vier Tage, angefüllt mit Ritualen die die Verbindung zwischen Braut und Bräutigam sowie deren Familien festigen. Die eigentliche Trauung findet erst am dritten Tag statt. Ein Priester eröffnet die Zeremonie mit Gebeten und Sanskrit.

Braut und Bräutigam, beide mit Blumengirlanden geschmückt, sitzen vor einem Feuer und bringen diesem verschiedene Opfergaben dar. Dann umrunden beide viermal das heilige Feuer, wobei sie jedes Mal einen Stein berühren. Dieser symbolisiert zukünftige Hindernisse in ihrem Leben, die sie gemeinsam bewältigen werden. Bevor sie noch einmal sieben Schritte um das Feuer machen, bei denen sie um Gesundheit, Fruchtbarkeit und Wohlstand für ihre Ehe bitten, legt der Bräutigam seiner zukünftigen Ehefrau ein Baumwollband mit verschiedenen Anhängern um den Hals.

Das Verknoten dieses Bandes ist der Höhepunkt der Zeremonie. Schließlich markiert der Bräutigam mit rotem Pulver einen Punkt (Bindi) über der Nasenwurzel der Braut, der ihr das "dritte Auge" öffnet.

Hochzeitsbrauch in Sri Lanka

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Die Ureinwohner Sri Lankas, die Weddah, leben schon seit Tausenden von Jahren auf der Insel. Da sie als gute Jäger bekannt waren, holten singhalesischen Könige früher oft Stammeshäuptlinge als Jäger an ihren Hof. Nicht nur deshalb ist dieses Volk sowohl bei den Singhalesen als auch bei den Tamilen hoch angesehen und ihre alten Rituale und Bräuche sind erhalten geblieben.

Ein heiratswilliger junger Weddah muss bei dem Vater der Braut um ihre Hand anhalten. Er bringt dazu Geschenke, wie Honig, Betelblätter, Kokosnüsse, Reis und Fleisch. Geheiratet wird nur innerhalb eines Clans, der der Hochzeit zustimmen muss.

Wenn die Braut einwilligt, bindet sie zur Besiegelung des Bundes dem Bräutigam ein Band, das aus der Rinde der Niyande gemacht wurde, um die Hüften. Dieser Hochzeitsknoten wird von Zeit zu Zeit erneuert. Als Mitgift bringt die Braut nützliche Dinge, wie Jagdhunde, eine Axt oder Töpfe mit in die Ehe.

Hochzeitsbrauch auf Samoa

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hochzeitsbrauch samoa polynesien tapa siapoAuf Samoa ist es Brauch bei einer Hochzeit, dass die frisch vermählte Braut sich für die Geschenke des Bräutigams mit einem 'Siapo' (samoanisches 'Tapa') als Gegengabe bedanken muss.

Tapa' diente in Polynesien normalerweise als Kleidungsstück - besonders reich verzierte Tapabahnen schmückten Häuptlinge bei zeremoniellen Anlässen - als Schlafunterlage und Decke, als Schmuckstück der Hütte sowie als Tausch- und Geschenkobjekt. In Neukaledonien (Melanesien) wickelte man Gaben oder wertvolle Gegenstände in 'Tapa' ein; dort symbolisierte 'Tapa' als Fahne an einer Holzstange befestigt den Willkommensgruß, zusammengeknotet überbracht Frieden oder Krieg. Auf den Neuen Hebriden (Melanesien) zeigte 'Tapa' als Gürtel getragen, mit roten oder schwarzen Verzierungen versehen, den Rang einer Person.

Hochzeitsbrauch in Portugal

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Hochzeitsbrauch in Portugal: Es wird bei portugiesischen hochzeitsfeiern gerne und viel gegessen und getrunken. Da darf der Portwein nicht fehlen.In Portugal ist es bei einer Hochzeit Brauch, dass man keine Sachgeschenke mitbringt, sondern einen Geldbetrag pro Gast. Üblich sind zwischen 50 und 70 Euro. Für die Geldgeschenke gibt es spezielle Glückwunschkarten, die in der Karte eingeklebt noch einen winzig kleinen Umschlag für die Scheine haben. Besonders nett ist es natürlich, selbst eine Karte zu basteln und das Geld dann hinein zu tun. Mit dem Geld wird vor allem die Hochzeitsfeier bezahlt.

Häufig wird die Hochzeitsfeier aber vom Vater der Braut bezahlt und das ganze eingenommene Geld wird dem Brautpaar für die neue Wohnung überlassen.

Die Hochzeit findet normalerweise vormittags in der Kirche statt, dann gibt es zwei Stunden Pause für die Video- und Fotosession (die besonders wichtig ist). Während dieser Zeit dürfen die Gäste nicht in den Festsaal - um die Gedecke für die späteren Fotos nicht zu beschädigen. In der Zwischenzeit findet draußen üblicher Weise ein Sektempfang.

Nach dem Essen (das üblicherweise so reichlich ist, dass es für den nächste Tag auch noch reicht, wird getanzt. Weil die Portugiesen ziemlich fotogeil sind, findet vorher die Fotosession noch einmal statt - mit derselben Dauer. Übrigens: Wenn jemand mit der Gabel an sein Glas klopft, dann müssen Braut und Bräutigam sich küssen.

Hochzeitsbrauch in China: Viel Lärm

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Doppeltes Glück: Das Mandarin-Zeichen für EheEine chinesische Hochzeit soll Spass machen für alle Beteiligten. Deswegen ist es Brauch in China, dass die Hochzeitsfeier vor allem laut ist und Lärm macht. 2400 Jahre Tradition bei den Hochzeitsbräuchen lassen grüßen. Knallkörper und Feuerwerk begleiten die Hochzeit und lassen das Ehepaar hochleben. Vor allem werden die bösen Geister vertrieben und die guten Geister milde gestimmt. Gewünscht wird "Doppeltes Glück ("shuang-hsi" in Mandarin).

Üppige Buffets und Getränke, zahlreiche Spiele und Streiche machen eine chinesische Hochzeit zum Erlebnis. Je mehr desto besser und desto glücklicher wird die Ehe.

Weil weiss in China die Farbe der Trauer ist, trägt die Braut in China rot oder rosa. Auch weiße Geschenke (wie zum Beispiel ein Kühlscrank) sind ungeeignet. Aber keine Sorge: Die meisten Fabrikate der in Deutschland "weiße Ware" genannten Produkte gibt es in China natürlich in bunt ....

Eine ausführlich englischsprachige Erklärung über Hochzeitsbräuche in China gibts hier

Hochzeitsbrauch in Kaernten: Braut aufwecken

Hochzeits-Braeuche kärnten
In Kärnten werden Braut und Bräutigam (die natürlich getrennt schlafen) zu Hause um 4.00 Uhr früh mit Böllern und Musik von Freunden oder Nachbarn geweckt. Den Aufweckern bietet man dann ein Frühstück in Form von Gulaschsuppe oder ähnlichen an.

Hochzeitsbrauch in Oesterreich: Maschkern

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In Teilen Österreichs und Bayerns existiert als Hochzeitsbrauch das "Maschkern", "Maskern" oder "Maschgern". Ursprung des Wortes ist wohl der Begriff "maskieren" bzw. Maskerade.

Jugendliche aus dem Heimatdorf oder Freunde aus Vereinen treten verkleidet bzw. in Masken vor die Hochzeitsgesellschaft und erzählen lustige Geschichten aus dem Leben des Bräutigams bzw. der Braut. Als Erzähler tritt der Narr / Harlekin /Kasper auf. Alle Handlungen werden von den Personen in Masken nachgestellt. Eine wichtige Person ist, zum Beispiel, "Die alte Liebe", die zum Abschluss der Handlung ein letztes Mal versucht den Angebeteten von der Heirat abzuraten und lieber sie zum Traualtar zu führen. Für die kleine Aufführung erhalten die Darsteller vom Brautpaar als Anerkennung eine Mahlzeit.

Speziell in einigen Teilen Niederösterreichs versteht man unter "auf die Mask gehen" den Brauch, wenn an der Tafel gegessen wurde das hineinstürmen der "Maskleute" (Personen aus Vereinen, Bekannte, also solche mit guten Kontakten, die aber nicht auf die Tafel geladen wurden). Die Musik spielt dann drei Tänze, zu denen die Maskleute Hochzeitsgäste auch Braut und Bräutigam zum Tanz auffordern, bei dem sie aber auch noch darauf achten, nicht erkannt zu werden. Anschließend wird die "Braut entführt". Nach der Brautentführung bleiben die Maskleute demaskiert auf der Hochzeit.

Ein Teil dieses Brauchs - das Erzählen lustiger Geschichten - hat sich in moderner Zeit durch andere Medien erhalten. Hier gibt es die Hochzeitszeitung und in jüngster Zeit auch die Powerpoint-Präsentation, bei der lustige Bilder von Braut und Bräutigam per Beamer an die Wand des Festsaals geworfen werden.

Hochzeitsbrauch in Deutschland: Autokorso und Hochzeitsauto

Hochzeitsbrauch: Hochzeitsauto Mercedes 170 Oldtimer Bild: Claus Ableiter Creative Commons Lizenz
Ein Hochzeitsbrauch in Deutschland, aber auch in anderen Ländern wie Kroatien und der Türkei fährt das Brautpaar vom Standesamt oder der Kirche in die Gaststätte zur Hochzeitsfeier in einem besonderen Auto, etwa einem Sportwagen, einer luxuriösen Limousine oder einem Oldtimer (jeweils von der Autovermietung des Vertrauens). Oft werden diese Wagen mit Blumen oder Schleifen besonders geschmückt. Wer es besonders edel möchte, kann sich auch eine Hochzeitskutsche mit Pferden mieten. Reiterhöfe und manche Bauern bieten das als Miet-Dienstleistung manchmal an.

Die Hochzeitsgäste folgen dem Brautpaar-Auto in einem Autokorso. Dabei hupen die begleitenden Autos, um Aufmerksamkeit für das Brautpaar zu erlangen oder dem Auto, in dem das Brautpaar sitzt, werden Blechdosen angebunden, die beim Fahren laut scheppern. In manchen Gegenden (in Norddeutschland Schatten genannt) ist es auch üblich, den Autokorso auf dem Weg von der Trauung zur Feier anzuhalten und Wegezoll zu verlangen. Dieser Zoll wird üblicherweise mit Schnaps oder anderen hochprozentigen Alkoholika beglichen, die an die am Weg Stehenden ausgegeben und mit den Brautleuten gemeinsam getrunken werden, bevor diese die Fahrt fortsetzen können.

In Altbayern machen dies traditionell die Kinder des Dorfes oder die Ministranten bei der Hochzeit. Hierbei wird von jedem Hochzeitsgast etwas Geld hergegeben.

Hochzeitsbrauch in Mexiko: Pinata

hochzeitsbrauch_Mexiko_Venezuela PinataFür Brautpaare in Mexiko und Venezuela ist eine Hochzeits-Piñata (gesprochen "Pinjata") der Glücksbringer schlechthin.

Die Piñata ist eine bunt gestaltete hohle Figur - heutzutage aus Pappmache, früher aus mit Krepp-Papier umwickelten Tontöpfen, die man mit Süßigkeiten oder anderen Überraschungen füllt. Die Piñata wird an einem Seil festgebunden, dass über eine Rolle oder einen Ast an der Decke oder - im Freien - an einem Baum hängt. Am anderen Ende zieht der Spielleiter am Seil, so dass die Pinata mal hoch und mal tief hängt.

Bei normalen Festen dürfen jetzt alle Gäste, bei Hochzeitsfeiern lediglich das Brautpaar, mit verbundenen Augen mit einem Stock ein paar Mal zuschlagen, in der Hoffnung, die Piñata zu treffen.

Die anderen Mitspieler feuern ihn an und rufen, wo sich die Piñata gerade befindet - hoch oder niedrig. Schlag um Schlag wird die Piñata mehr durchlöchert. Wenn es schließlich Bonbons und Überraschungen regnet, können alle soviel aufheben, wie sie erwischen. Gutscheine sind bei modernen Hochzeiten inzwischen sehr beliebt, manchmal wir die Piñata auch mit gerollten Geldscheinen und Münzen gefüllt.

Bei der Hochzeits-Pinata vertreibt das Brautpaar mit seinen Schlägen symbolisch alle feindliche Gefühle des Eheglücks. Die Füllung steht für Wohlstand, Sicherheit und Liebe stehen.

In Venezuela sind die Piñatas äußerst beliebt zum Polterabend, wobei die Hochzeitsgäste, die die Piñata mitbringen, mit einer gewagten Form und Füllung das Brautpaar aufziehen wollen.

In Südamerika werden Piñatas auch zu anderen Festen verwendet:
  • In El Salvador darf sie bei Kinderfesten und Kindergeburtstagen nicht fehlen...
  • In Mexiko ist die Piñata bei den "Posadas", den vorweihnachtlichen Festen, besonders populär
  • In Peru schenken die Kinder den Eltern eine Pinata zum fünfzigsten Geburtstag
  • In Venezuela findet eine Piñata auch zum Geburtstag Verwendung

Hochzeitsbrauch in Österreich: Maschkern

In Teilen Österreichs und Bayerns existiert als Hochzeitsbrauch das "Maschkern", "Maskern" oder "Maschgern". Ursprung des Wortes ist wohl der Begriff "maskieren" bzw. Maskerade.

Jugendliche aus dem Heimatdorf oder Freunde aus Vereinen treten verkleidet bzw. in Masken vor die Hochzeitsgesellschaft und erzählen lustige Geschichten aus dem Leben des Bräutigams bzw. der Braut. Als Erzähler tritt der Narr / Harlekin /Kasper auf. Alle Handlungen werden von den Personen in Masken nachgestellt. Eine wichtige Person ist, zum Beispiel, "Die alte Liebe", die zum Abschluss der Handlung ein letztes Mal versucht den Angebeteten von der Heirat abzuraten und lieber sie zum Traualtar zu führen. Für die kleine Aufführung erhalten die Darsteller vom Brautpaar als Anerkennung eine Mahlzeit.

Speziell in einigen Teilen Niederösterreichs versteht man unter "auf die Mask gehen" den Brauch, wenn an der Tafel gegessen wurde das hineinstürmen der "Maskleute" (Personen aus Vereinen, Bekannte, also solche mit guten Kontakten, die aber nicht auf die Tafel geladen wurden). Die Musik spielt dann drei Tänze, zu denen die Maskleute Hochzeitsgäste auch Braut und Bräutigam zum Tanz auffordern, bei dem sie aber auch noch darauf achten, nicht erkannt zu werden. Anschließend wird die "Braut entführt". Nach der Brautentführung bleiben die Maskleute demaskiert auf der Hochzeit.

Ein Teil dieses Brauchs - das Erzählen lustiger Geschichten - hat sich in moderner Zeit durch andere Medien erhalten. Hier gibt es die Hochzeitszeitung und in jüngster Zeit auch die Powerpoint-Präsentation, bei der lustige Bilder von Braut und Bräutigam per Beamer an die Wand des Festsaals geworfen werden.

Polterabend

In der Schweiz, in Österreich und in Dänemark versteht man unter dem "Polterabend" das, was in Deutschland der Junggesellenabschied ist. In Deutschland hingegen ist der Polterabend ein sehr alter Brauch. Er stammt vermutlich noch aus vorchristlicher Zeit.

Durch das Zerschlagen von (von den Gästen mitgebrachtem) Steingut und Porzellan sollen böse Geister vertrieben werden. Keinesfalls darf dabei Glas zerschlagen werden, da es als Unglückssymbol gilt. Die Scherben müssen vom künftigen Brautpaar gemeinsam zusammengekehrt werden. Nanoo meint, dadurch zeigen Braut und Bräutigam ihren Willen zur Gemeinsamkeit in der Ehe.

Traditionell findet der Polterabend am Tag vor der Trauung statt.

Hochzeitsbrauch in Polen: Kolacz

hochzeitsbrauch polen kolaczIm Anschluss an die kirchliche Trauungszeremonie findet im ländlichen Teil Polens ein Festzug zum Haus der Braut statt. Zur Begrüßung empfängt man die Gäste mit Brot und Salz; dann beginnt das Fest, bei dem die Gäste nach Herzenslust essen und trinken dürfen. Gegen Ende wird der "Kołacz", der Hochzeitskuchen, herumgereicht und verteilt. In vorchristlicher Zeit verwendete man dieses mythische Gebäck nicht nur als Hochzeitskuchen, sondern auch als Opfergabe für die Götter.

Der runde Kołacz wird mit Zweigen aus Teig geschmückt, die den Lebensbaum symbolisieren. Um eine glückliche Zukunft und Erfolg auf dem väterlichen Bauernhof heraufzubeschwören, wird der Kołacz darüber hinaus mit Teigfiguren verziert, die das Brautpaar darstellen oder mit dem Abbild von Tieren, die auf dem Hof leben. In manchen Gegenden werden außerdem Kołacz in Form von Enten oder Tannenzapfen gebacken, die man während der Trauungszeremonie den Schaulustigen zuwirft, die vor der Kirche auf das Brautpaar warten.

Hochzeitsbrauch in Kroatien: Braut mit den Zähnen ausziehen

In Kroatien ist die Verlobungsfeier eine Art Junggesellinnen-Abschied der Braut. Sie wird im Haus ihrer Familie gefeiert. Die Braut lädt dazu nur ihre eigenen Verwandten und Freunde ein. Am Tag der Hochzeit treffen sich dann die Verwandten und Freunde der Braut im Hause der Brauteltern, die Verwandten und Freunde des Bräutigams werden bei ihm zuhause erwartet.

Unverheiratete Mädchen stecken den Ankömmlingen eine verzierte weiße Hochzeitsnadel an, auf traditionelleren Hochzeiten eine Nadel mit Rosmarin und einem Bändchen in den Landesfarben. Nach Kaffee, Kuchen und Musik trifft man sich im Haus der Braut. Unter lautstarkem Hupkonzert geht es schließlich zur Kirche. Nach der Trauung wird dem Brautpaar bereits in der Kirche gratuliert.

Die Hochzeitsfeier findet dann in einem Hotel oder Restaurant statt. Serviert werden kalte Käse- und Wurstplatten (Meza) und ein Gängemenü mit Spanferkel oder Lamm. Dazu gibt es natürlich jede Menge Sljivovica - den kroatischen Pflaumenschnaps. Die Braut geht mit ihrer Trauzeugin durch die Reihen, begrüßt jeden Gast noch einmal einzeln und stößt mit ihm an.

Die Gäste legen als Hochzeitsgeschenke Kuverts mit Geld und Glückwunschkarten auf das Tablett, das die Trauzeugin hält. In ländlicheren Gegenden ist es übrigens noch üblich, dass sich auf dem Tablett bereits ein Apfel befindet, in dem Dukaten stecken. Diese Goldtaler haben die Brauteltern für das Paar gespart, sie demonstrieren den finanziellen Wohlstand der Familie. Auch die engsten Verwandten des Paares stecken dann an Stelle von Geld oft Dukaten in den Apfel.

Eine Liveband spielt Musik und man tanzt den Kreistanz Kolo oder Partnertänze. Kurz vor Mitternacht muss das Paar gemeinsam die Hochzeitstorte anschneiden und sich gegenseitig mit den ersten Stücken füttern. Dann setzt die Braut ihren Fuß auf einen Stuhl und zieht ganz langsam ihren Rock bis zum Strumpfband hoch, das der frisch angetraute Ehemann mit den Zähnen auszieht.



Das laut beklatschte Spektakel hat nicht nur einen voyeuristischen Grund. Denn das Strumpfband wirft der Bräutigam in die Reihen der unverheirateten Männer, während die unverheirateten Mädchen sich für den Brautstrauß aufstellen. Das Mädchen, das den Brautstrauß fängt, und der Junge, der das Strumpfband ergattert, müssen miteinander tanzen.

Um Mitternacht verschwindet die Braut schließlich, zieht sich um und kehrt in einem Abendkleid zurück, in dem es sich wesentlich angenehmer bis in die Morgenstunden feiern lässt.

Hochzeitsbrauch in Sizilien: Holzklotz für die Braut

Hochzeitsbrauch auf Sizilien: Die Braut und der ZaunpfahlIn Sizilien und im ganzen anderen südlichen Italien wirbt der Bräutigam noch ganz traditionell um die Hand der Braut: Mit einem Abendständchen des jungen Mannes unter dem Fenster der Angebeteten.

Alternativ oder ergänzend verwendet er einen Holzklotz, der in diesem Falle den sprichwörtlichen Zaunpfahl ersetzt. Der Verliebte legt abends einen Holzstamm oder einen Holzklotz vor die Tür der erhofften Zukünftigen. Nimmt sie den Antrag an, holt sie den Holzklotz ins Haus. Lehnt sie jedoch ab, so findet der so Verschmähte den Stamm am nächsten Tag von der Tür weggerollt vor.

Hochzeitsbrauch in Kärnten: Braut aufwecken

In Kärnten werden Braut und Bräutigam (die natürlich getrennt schlafen) zu Hause um 4.00 Uhr früh mit Böllern und Musik von Freunden oder Nachbarn aufgeweckt. Den Aufweckern bietet man dann ein Frühstück in Form von Gulaschsuppe oder ähnlichen an.

Hochzeitsbrauch in Peru: Schlaegerei der Braeute

Im Regenwald in Peru gibt es einen sonderbaren Hochzeitsbrauch. Er ist vermutlich in dieser Form nicht auf Deutschland übertragbar. Hier prügeln sich die heiratswilligen Frauen um einen Mann, bis eine Braut als Siegerin feststeht. Diese darf den Bräutigam dann heiraten.

Hochzeitsbrauch in Deutschland: Hochzeitsnacht

Hochzeitsgeschenke für die HochzeitsnachtDer Begriff "Hochzeitsnacht" ist in Deutschland seit nicht einmal 100 Jahren in unserem Sprachgebrauch. Zuvor war ausschließlich der Ausdruck "Brautnacht" gebräuchlich. Die Brautnacht war diejenige Nacht, in der die Ehe vollzogen wurde (also nach klassisch abendländisch-patriarchischer Überzeugung die Entjungferung der Braut statt fand). Die Brautnacht musste keineswegs direkt dem Hochzeitstag folgen.

Die Hochzeitsnacht wurde traditionell nicht als Privatangelegenheit zweier Menschen gesehen, sondern als ein Ereignis, das das ganzes Dorf beschäftigte. So spielte sich auch das sogenannte "Beilager" unter der Anwesenheit von Zeugen ab. Beim Beilager stiegen Braut und Bräutigam gemeinsam ins Bett. Danach wurde das Paar im Brautgemach nochmals gesegnet und das Bett mit Weihwasser bespritzt, um böse Geister fern zu halten.

Ein verbreiteter Brauch aus vorchristlicher Zeit ist es, dass der Bräutigam die Braut über die Schwelle seines Hauses trägt. Der Hintergrund dieser romantischen Geste liegt in der Annahme, dass es die Dämonen unter der Türschwelle auf die Braut abgesehen haben. Der Mann, mutig und stark, kennt keine Angst vor den bösen Dämonen, rettet seine Frau und bringt sie in die sichere Wohnung oder das Zimmer. Unter das Bett schauen, um das Monster-unter-dem-Bett zu vertreiben muss er allerdings in der Regel nicht.


Hochzeitsbrauch in Russland: Schloß schenken für Braut und Bräutigam

Hochzeitsbrauch: Liebesschloss Hochzeitsgeschenk Gravur Bild: Slideshow BobIn Rußland ist der Hochzeitsbrauch entstanden und er hat sich inzwischen überall in Osteuropa ausgebreitet. Bei dem Hochzeitsbrauch erhalten Braut und Bräutigam von den Hochzeitsgästen ein Schloß geschenkt (gemeint ist natürlich ein Vorhängeschloss).

Mit diesem Schloss - in das die Namen der beiden und das Datum der Hochzeit eingraviert sind - gehen die beiden zu einer Brücke, schließen das Schloss dort an und werfen den Schlüssel in den Fluß.

Das soll die Ewigkeit symbolisieren, mit der die Ehe halten sollen. Immer öfter werden auch zu Hochzeitstagen Schlösser von den Liebenden angebracht.

Hochzeitsbrauch in Lettland: Schloß schenken für Braut und Bräutigam

Hochzeitsbrauch: Liebesschloss Hochzeitsgeschenk Gravur Bild: Slideshow BobIn Lettland gibt es den Hochzeitsbrauch, dass die Hochzeitsgäste der Braut und dem Bräutigam ein Schloß schenken (gemeint ist natürlich ein Vorhängeschloss).

Mit diesem Schloss - in das die Namen der beiden und das Datum der Hochzeit eingraviert sind - gehen die beiden zu einer Brücke im Arkadenpark in Riga, schließen das Schloss dort an und werfen den Schlüssel in den Fluß.

Das soll die Ewigkeit symbolisieren, mit der die Ehe halten sollen. Immer öfter werden auch zu Hochzeitstagen Schlösser von den Liebenden angebracht.

Hochzeitsbrauch in Belgien: Brauthandschuhe statt Ehering

In Belgien überreichte der Priester früher der Braut im Namen des Bräutigams rote Handschuhe. Diese Handschuhe hatten die Bedeutung der heutigen Eheringe.

Die Tradition der Brauthandschuhe ist sehr alt. Handschuhe hatten im Mittelalter eine Rechtsfunktion. Da die wenigsten des Lesens und Schreibens mächtig waren, galt der Handschuh als Vertragsverpflichtung. Bot eine Dame ihren Handschuh an, galt dies als höchste Gunstzuweisung. Ritter trugen den Handschuh ihrer Dame entweder unter der Rüstung am Herzen oder stolz als Wimpel am Helm.

Vor dem Traualtar nun überreichte die Braut dem Bräutigam ihren Handschuh als Symbol der Liebe, und er erwiderte die Gabe mit seinem Handschuh. Damit wurde der Vertrag bekräftigt, den eine Heirat darstellt.

Geschenke für Hochzeit und andere Feste

Blumen für die Hochzeit Zum Tivoli-Pal Radio


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