Hochzeits-Braeuche
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Hochzeitsbrauch in Oesterreich: Maschkern

Hochzeits-Braeuche
In Teilen Österreichs und Bayerns existiert als Hochzeitsbrauch das "Maschkern", "Maskern" oder "Maschgern". Ursprung des Wortes ist wohl der Begriff "maskieren" bzw. Maskerade.

Jugendliche aus dem Heimatdorf oder Freunde aus Vereinen treten verkleidet bzw. in Masken vor die Hochzeitsgesellschaft und erzählen lustige Geschichten aus dem Leben des Bräutigams bzw. der Braut. Als Erzähler tritt der Narr / Harlekin /Kasper auf. Alle Handlungen werden von den Personen in Masken nachgestellt. Eine wichtige Person ist, zum Beispiel, "Die alte Liebe", die zum Abschluss der Handlung ein letztes Mal versucht den Angebeteten von der Heirat abzuraten und lieber sie zum Traualtar zu führen. Für die kleine Aufführung erhalten die Darsteller vom Brautpaar als Anerkennung eine Mahlzeit.

Speziell in einigen Teilen Niederösterreichs versteht man unter "auf die Mask gehen" den Brauch, wenn an der Tafel gegessen wurde das hineinstürmen der "Maskleute" (Personen aus Vereinen, Bekannte, also solche mit guten Kontakten, die aber nicht auf die Tafel geladen wurden). Die Musik spielt dann drei Tänze, zu denen die Maskleute Hochzeitsgäste auch Braut und Bräutigam zum Tanz auffordern, bei dem sie aber auch noch darauf achten, nicht erkannt zu werden. Anschließend wird die "Braut entführt". Nach der Brautentführung bleiben die Maskleute demaskiert auf der Hochzeit.

Ein Teil dieses Brauchs - das Erzählen lustiger Geschichten - hat sich in moderner Zeit durch andere Medien erhalten. Hier gibt es die Hochzeitszeitung und in jüngster Zeit auch die Powerpoint-Präsentation, bei der lustige Bilder von Braut und Bräutigam per Beamer an die Wand des Festsaals geworfen werden.

Brauch bei Neugeborenen in der Tuerkei

Hochzeits-Braeuche geburt türkei
In der Türkei ist es Brauch, einem Neugeborenen Augenbrauen und Haare mit Mehl zu bestäuben. Damit wünscht man dem Baby, es möge so alt werden, bis die Haare so weiß werden, wie das Mehl. Dieser Brauch wird von den Nachbarn und Freunden ausgeführt, wenn sie Kind und Mutter zum ersten Mal sehen.

Hochzeitsbrauch in Österreich: Maschkern

In Teilen Österreichs und Bayerns existiert als Hochzeitsbrauch das "Maschkern", "Maskern" oder "Maschgern". Ursprung des Wortes ist wohl der Begriff "maskieren" bzw. Maskerade.

Jugendliche aus dem Heimatdorf oder Freunde aus Vereinen treten verkleidet bzw. in Masken vor die Hochzeitsgesellschaft und erzählen lustige Geschichten aus dem Leben des Bräutigams bzw. der Braut. Als Erzähler tritt der Narr / Harlekin /Kasper auf. Alle Handlungen werden von den Personen in Masken nachgestellt. Eine wichtige Person ist, zum Beispiel, "Die alte Liebe", die zum Abschluss der Handlung ein letztes Mal versucht den Angebeteten von der Heirat abzuraten und lieber sie zum Traualtar zu führen. Für die kleine Aufführung erhalten die Darsteller vom Brautpaar als Anerkennung eine Mahlzeit.

Speziell in einigen Teilen Niederösterreichs versteht man unter "auf die Mask gehen" den Brauch, wenn an der Tafel gegessen wurde das hineinstürmen der "Maskleute" (Personen aus Vereinen, Bekannte, also solche mit guten Kontakten, die aber nicht auf die Tafel geladen wurden). Die Musik spielt dann drei Tänze, zu denen die Maskleute Hochzeitsgäste auch Braut und Bräutigam zum Tanz auffordern, bei dem sie aber auch noch darauf achten, nicht erkannt zu werden. Anschließend wird die "Braut entführt". Nach der Brautentführung bleiben die Maskleute demaskiert auf der Hochzeit.

Ein Teil dieses Brauchs - das Erzählen lustiger Geschichten - hat sich in moderner Zeit durch andere Medien erhalten. Hier gibt es die Hochzeitszeitung und in jüngster Zeit auch die Powerpoint-Präsentation, bei der lustige Bilder von Braut und Bräutigam per Beamer an die Wand des Festsaals geworfen werden.

Hochzeitsbrauch in Polen: Kolacz

hochzeitsbrauch polen kolaczIm Anschluss an die kirchliche Trauungszeremonie findet im ländlichen Teil Polens ein Festzug zum Haus der Braut statt. Zur Begrüßung empfängt man die Gäste mit Brot und Salz; dann beginnt das Fest, bei dem die Gäste nach Herzenslust essen und trinken dürfen. Gegen Ende wird der "Kołacz", der Hochzeitskuchen, herumgereicht und verteilt. In vorchristlicher Zeit verwendete man dieses mythische Gebäck nicht nur als Hochzeitskuchen, sondern auch als Opfergabe für die Götter.

Der runde Kołacz wird mit Zweigen aus Teig geschmückt, die den Lebensbaum symbolisieren. Um eine glückliche Zukunft und Erfolg auf dem väterlichen Bauernhof heraufzubeschwören, wird der Kołacz darüber hinaus mit Teigfiguren verziert, die das Brautpaar darstellen oder mit dem Abbild von Tieren, die auf dem Hof leben. In manchen Gegenden werden außerdem Kołacz in Form von Enten oder Tannenzapfen gebacken, die man während der Trauungszeremonie den Schaulustigen zuwirft, die vor der Kirche auf das Brautpaar warten.

Hochzeitsbrauch in Deutschland: Brautentführung

Die Brautentführung ist ein Brauch bei der Hochzeitsfeier in Deutschland und Österreich. Meist sind es die guten Freunde, die die Braut entführen. Dabei ziehen die Entführer mit der Braut von Kneipe zu Kneipe, wobei der Bräutigam Entführer und Braut suchen muss und natürlich jedes Mal die Zeche zahlen soll. Manchmal hinterlassen die Entführer an vorher bestimmten Orten Hinweise, um die Suche zu erleichtern. Das Auslösen kann mit einer Aufgabe für den Bräutigam verbunden sein, beispielsweise eine künstlerische Darbietung.

In Österreich und Bayern ist es vor allem bei Bauernhochzeiten) üblich, vor der Auslösung der Braut Gstanzl zu singen.

In Niederösterreich ist es üblich, in ein nahe gelegenes Wirtshaus zu gehen, um dort zu trinken, zu singen und zu warten, bis der Bräutigam kommt. In den meisten Gegenden muss der Brautführer, manchmal der Bräutigam oder der Brautvater (eher selten die Trauzeugen) die Zeche der Entführer bezahlen.

Dieser Brauch geht zurück auf das "Recht der ersten Nacht" (ius primae noctis). Im Mittelalter hatte der Lehnsherr das Recht, die Frauen in ihrem Gebiet in der Hochzeitsnacht zu entjungfern. Damals wurden die Bräute von den Vasallen der Obrigkeit aus den Hochzeiten abgeholt (entführt). Die Geschichtswissenschaft sieht in diesem Recht eher eine literarische Fiktion. Die Vorstellung von einem Herrenrecht der ersten Nacht taucht im Mittelalter zum ersten Mal 1250 in einem Gedicht über die Bauern von Verson (beim Mont-Saint-Michel) in Frankreich auf. Voll ausgeprägt ist die Idee eines früher bestehenden Herrenrechts im Baudouin de Sebourc um 1350, einem in Nordfrankreich verfassten Kreuzfahrerroman des so genannten zweiten Zyklus. Die Entstehung dieser Fiktion ist eng verbunden mit der Ablehnung von ungerecht empfundenen Mitgiftsteuern, die bei der Eheschließung an den Gerichtsherrn fällig wurden. Durch diesen Versroman wurde die Vorstellung eines vormals im Hochmittelalter existierenden Herrenrechts der ersten Nacht wahrscheinlich in ganz Europa verbreitet.

Hochzeitsbrauch in Deutschland: Kranz über der Tür

In einigen Gegenden Deutschlands ist es üblich, dass am Abend vor der Hochzeit die Nachbarn einen aus Tannenzweigen geformten Kranz über der Eingangstür des Brautpaares anbringen. Er wird von den Nachbarinnen hergestellt und mit selbstgefertigten weißen Papierblumen dekoriert. Das Anbringen des Kranzes selbst ist dann Aufgabe der männlichen Nachbarn. Nach dem Anbringen werden die Nachbarn von Braut und Bräutigam zu einem Umtrunk eingeladen.

Geschenke für Hochzeit und andere Feste

Blumen für die Hochzeit Zum Tivoli-Pal Radio


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